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Wie funktioniert das Scheduling-Feature in BidX?

Mit dem Scheduling-Feature kannst du deine Werbung automatisiert nach deinen individuellen Zeit- und Performance-Bedürfnissen steuern.

Inhaltsverzeichnis

  1. Übersicht
  2. Zugriff auf die Funktion
  3. Schritt-für-Schritt-Anleitung
  4. Einschränkungen & Besonderheiten
  5. Tipps & Best Practices

Übersicht

Das Scheduling-Feature ist eine moderne Automatisierungslösung, mit der Du Deine Amazon-Kampagnen und Produkte nach festgelegten Zeitplänen oder bestimmten Leistungskennzahlen automatisch steuern kannst. Typische Anwendungsfälle sind das gezielte Aktivieren oder Pausieren von Kampagnen zu bestimmten Tageszeiten, das Feintuning rund um spezielle Ereignisse (wie Black Friday), oder die automatische Anpassung an aktuelle KPIs wie Best Seller Rank (BSR), Lagerbestand und Sichtbarkeit.

  • Zeitbasierte Optimierung für Tageszeiten und Saisons.
  • Automatisierte Reaktion auf wesentliche Kennzahlen.
  • Wegfall manueller Überwachung und Anpassung.
  • Skalierbare Steuerung auch für viele Kampagnen gleichzeitig.

Zugriff auf die Funktion

Um das Scheduling-Feature zu nutzen, öffne zunächst den Bereich Management und wähle dort den Tab Schedule. In diesem Bereich kannst Du neue Schedules anlegen, bestehende Schedules verwalten, sowie eine Übersicht aller aktuell aktiven, pausierten oder geplanten Automatisierungen einsehen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Schedule benennen

Klicke auf Neuen Schedule erstellen und vergib einen sprechenden Namen, z.B. „Black Friday Boost“ oder „Tageszeit-Optimierung“. Ein aussagekräftiger Name hilft bei der späteren Übersicht und Verwaltung.

Schritt 2: Schedule-Typ auswählen

Wähle im nächsten Schritt den Typ des Schedules, passend zu Deinem Automatisierungsziel:

  • Tageszeit: Steuerung basierend auf Tageszeiten (z.B. morgens, nachmittags, abends).
  • Datumszeitraum: Steuerung für bestimmte Zeiträume wie Aktionswochen oder Events.
  • Kennzahlen: KPI-basierte Automatisierung, z.B. nach BSR, Lagerbestand oder SOV.

Schritt 3: Marktplatz festlegen

Leg fest, auf welchem Amazon-Marktplatz der Schedule gelten soll. Zur Auswahl stehen unter anderem Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, USA, Kanada, Mexiko, Japan, Australien, Indien und weitere.
Beachte, dass pro Schedule immer nur ein Marktplatz auswählbar ist.

Schritt 4: Anwendungsbereich wählen

Bestimme, ob der Schedule auf Ebene von Kampagnen oder Produkten greifen soll.

Schritt 5: Zielgruppe für den Schedule definieren

Definiere die Zielkampagnen oder Produktgruppen, die unter Deinen Schedule fallen sollen. Du kannst diese auswählen über:

  • Suche nach Begriffen
  • Mehrfachauswahl aus Listen
  • Auswahl nach Namensmustern (z.B. alle Kampagnen mit einem bestimmten Prefix)

Ergänzend kannst Du Filter setzen, etwa nach Kampagnenname, Portfolio-Zugehörigkeit, definierten Tags oder per ASIN-Auswahl.

Schritt 6: Aktionen und Zeitpläne konfigurieren

Je nach gewähltem Schedule-Typ passt Du im nächsten Schritt die Aktionen und Ausführungszeiten an:

  • Für Tageszeit Schedules:
    Erstelle einen aktionsbasierten Wochenplan. Für jeden Wochentag und jede Tageszeit (z.B. morgens, nachmittags) kannst Du folgende Aktionen festlegen:
    • Nichts ändern: Keine Änderung
    • Status Ein: Aktivieren
    • Status Aus: Pausieren
    • Gebote erhöhen: Gebote um Prozentsatz anheben
    • Budgets erhöhen: Budgets um Prozentsatz erhöhen
    • Budgets & Gebote erhöhen: Gebote und Budgets gemeinsam um Prozentsatz anpassen
    Die Konfiguration erfolgt meist über eine übersichtliche Heatmap, in der Du die geplanten Aktionen farbkodiert und per Mausklick für jeden Zeitslot festlegen kannst. Kopieren und Einfügen von Aktionen zwischen Tagen ist möglich.
  • Für Datumszeitraum Schedules:
    Bestimme das Datum, an dem die Aktion ausgeführt werden soll und bestimme die Aktion. Du kannst wählen aus:
    • Status > Aktivieren: Aktiviert die zugewiesenen Kampagnen oder Produkte zum festgelegten Zeitpunkt.
    • Status > Pausieren: Pausiert die betreffenden Einträge.
    • Gebote erhöhen: Erhöht die Gebote um einen prozentualen Wert.
    • Budgets erhöhen: Steigert das Budget prozentual.
    • Budgets & Gebote erhöhen: Erhöht Budgets und Gebote gleichzeitig um einen Prozentsatz.
  • Für Kennzahlen Schedules:
    Wähle einen KPI wie BSR, Lagerbestand, SOV oder externe Metriken. Definiere für verschiedene Wertebereiche passende Aktionen (z.B. bei BSR 1-200: Gebot erhöhen, bei BSR 201-5000: keine Änderung, bei BSR 5000+: Kampagne pausieren).

Erweiterte Einstellungen

Vergib Prioritäten für Deine Schedules. Bei mehreren überlappenden Schedules wird der mit der höheren Priorität zuerst ausgeführt. Du bestimmst die Priorisierung über die Anordnung in der Übersicht. Höher stehende Schedules haben Priorität bei der Ausführung. Bei KPI-basierten Schedules (z.B. BSR) kannst Du zudem bestimmen, wie bei Kategorie-Änderungen mit dem Schedule verfahren werden soll (beibehalten, zurücksetzen oder stoppen).

Verwaltung und Überwachung

Organisiere Deine Schedules in thematische Ordner, z.B. „Saison“, „Performance-Automatisierung“ oder „Test“. Im Statusbereich siehst Du, welche Schedules gerade aktiv, pausiert oder in Vorbereitung sind. Detaillierte Ausführungs-Logs zeigen, wann welche Aktionen durchgeführt wurden und welchen Einfluss diese auf die ausgewählten Kampagnen oder Produkte hatten.

Einschränkungen & Besonderheiten

  • Ausführungszeiten: Daytime- und Season-Schedules werden einmal pro Tag geprüft, Performance-Schedules alle vier Stunden.
  • Zeitzonen: Jede Aktion bezieht sich auf die Amazon-Marktplatz-Zeitzone des Profils. Bei internationalen Accounts ist das besonders wichtig.
  • Schedule-Konflikte: Wenn mehrere Schedules gleichzeitig auf dieselbe Kampagne wirken, gilt die Regel der höchsten Priorität. Teste neue Schedules idealerweise behutsam.

Tipps & Best Practices

  • Vergib spezifische und beschreibende Namen für Deine Schedules (z.B. „Black Friday Boost 2024“ statt allgemeiner Begriffe).
  • Teste neue Zeitpläne zunächst in kleinerem Maßstab, um mögliche unerwünschte Effekte zu erkennen.
  • Dokumentiere Zweck, Ziel und geplante Aktionen jedes Schedules – das erleichtert die spätere Analyse.
  • Nutze für Daytime Schedules die Heatmap, um echte Performancemuster zu identifizieren. Passe schrittweise an (z.B. mit Boosts zwischen 10 und 30 Prozent).
  • Berücksichtige bei internationalen Kampagnen stets die marktspezifischen Zeitzonen.
  • Für Performance Schedules solltest Du realistische Schwellenwerte auf Basis Deiner historischen Daten setzen. Vermeide übermäßig starke oder riskante Automatisierungen – moderates Tuning ist meist nachhaltiger.