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Wie erstelle ich einen Performance Schedule?

Ein Performance Schedule ermöglicht dir, Kampagnen oder Produkte automatisch je nach Leistungsdaten wie dem Bestseller-Rang (BSR), dem Lagerbestand oder der Position in den Suchergebnissen zu steuern.

Inhaltsverzeichnis

  1. Übersicht
  2. Zugriff auf die Funktion
  3. Schritt-für-Schritt-Anleitung
  4. Einstellungen & Optionen
  5. Einschränkungen & Besonderheiten
  6. Tipps & Best Practices

Übersicht

Mit Performance Schedules können Deine Kampagnen oder Produkte automatisch auf Veränderungen wichtiger Leistungskennzahlen reagieren. Du definierst, in welchen KPI-Bereichen – etwa bestimmten BSR-Werten, Lagerbestand oder Suchergebnispositionen – welche Aktionen ausgeführt werden sollen. Mögliche Reaktionen sind das Aktivieren, Pausieren, Erhöhen von Geboten oder Budgets, abhängig von Deinen Geschäftszielen. So stellst Du sicher, dass Marketingmaßnahmen auf aktuellen Leistungsdaten basieren und nicht manuelle Eingriffe erforderlich sind.

Zugriff auf die Funktion

Um einen neuen Performance Schedule zu erstellen, navigiere im Hauptmenü zu Management und dort zum Bereich Schedule. Klicke anschließend oben rechts auf Schedule hinzufügen. Dadurch öffnet sich das Fenster Schedule erstellen, in dem Du Schritt für Schritt Deinen neuen Schedule aufbauen kannst.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Neuen Performance Schedule starten

Starte mit einem Klick auf Schedule hinzufügen. Das Modal Schedule erstellen öffnet sich, in dem Du durch die einzelnen Schritte geleitet wirst.

Schritt 2: Basis festlegen

Vergib Deinem Schedule zunächst einen Namen im Feld Name des Schedules. Im Menü Schedule basierend auf wählst Du Kennzahlen aus.

Über Marktplätze bestimmst Du den Zielmarkt. Im Performance-Modus kann nur ein einziger Marktplatz aktiv sein, den Du per Klick auf die Flagge auswählst (ein zweiter Klick hebt die Auswahl auf).

Unter Anwenden auf (Ziel) wählst Du, ob sich der Schedule auf Kampagnen oder Produkte bezieht:

  • Kampagnen: Der Schedule beeinflusst ganze Kampagnen.
  • Produkte: Der Schedule steuert einzelne Produkte. Hier sind manche Boost-Optionen später möglicherweise nicht verfügbar.

Schritt 3: Kennzahl auswählen

Im Bereich Leistung bestimmst Du die auszuwertende Kennzahl:

  • Bestseller-Rang (BSR) mit Unter-KPIs wie Hauptkategorie oder Unterkategorie
  • Lagerbestand (SP API) für Inventarsteuerung direkt aus der Amazon-API
  • Lagerbestand (Ventoryone) per Integration in VentoryOne
  • Position in Suchergebnissen (Share of Voice) – Auswahl einer vorbereiteten SOV-Keywordliste erforderlich
  • Sellerboard – Einbindung von Sellerboard-Kennzahlen möglich

Bei BSR steht zusätzlich die Option Aktion bei Kategoriewechsel bereit, die bestimmt wie der Schedule agiert, wenn sich die Kategorie Deines Produktes ändert:

  • Schedule fortsetzen: Fortlaufende Anwendung trotz Kategoriewechsel.
  • Boost auf 0 setzen und Schedule stoppen: Setzt alle Boosts zurück und stoppt den laufenden Plan.
  • Schedule stoppen: Beendet die Anwendung direkt.

Je nach Integration kann es sein, dass manche KPI-Auswahlmöglichkeiten deaktiviert sind. Um eine Share-of-Voice-Regel zu nutzen, muss zuerst eine entsprechende Keywordliste angelegt und ausgewählt werden.

Schritt 4: Produkte/Kampagnen auswählen

Lege fest, welche Kampagnen oder Produkte von dem Schedule angepasst werden sollen. Du hast die Möglichkeit nach Kampagnen, Produkten und ASINs zu filtern. Die Filterbedingung kann jeweils „enthält“, „enthält nicht“, „ist“, „ist nicht“ oder „beginnt mit“ lauten. Wenn Du z. B. nur Produkte mit einer bestimmten SKU bearbeiten willst, gib diese ins Suchfeld ein. Du kannst die Vorauswahl weiter per Checkbox nachjustieren. Im Vorschaubereich siehst Du direkt, wie viele Einträge Dein Schedule betreffen wird (z. B. „Dein Schedule wird 10 Einträge enthalten.“).

Hinweis: Legst Du einen Performance Schedule auf Produkte an, wird eingeblendet, dass Sponsored Brand-Anzeigen aktuell nicht unterstützt sind.

Schritt 5: Aktionen pro KPI-Bereich festlegen

Jetzt legst Du die eigentlichen Regeln fest, die auf bestimmte KPI-Bereiche angewendet werden. Definiere zunächst Zeiträume oder Bereiche, etwa BSR 1–50, 51–100 etc. Über + Schritt hinzufügen fügst Du weitere Grenzbereiche hinzu. Für jeden Bereich legst Du fest, was passieren soll:

Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Aktivieren, Pausieren, Nichts ändern (Status-Steuerung)
  • Gebote erhöhen, Budgets erhöhen, Budgets und Gebote erhöhen

Beispielsweise kann Dein Schedule so aussehen: Sobald der BSR in den Bereich 1–50 fällt, könntest Du Gebote um 10 Prozent erhöhen, im Bereich 51-200 um 20% erhöhen und im Bereich 201-1000 um 50% senken lassen.

Hinweis: Je nach gewähltem Zieltyp sind nicht alle Boost-Optionen erreichbar. Wählst Du "Anwenden auf Produkte" stehen nur Status-Aktionen zur Verfügung.

Schritt 6: Speichern

Schließe die Erstellung Deines Performance Schedules mit einem Klick auf Speichern ab. Das System bestätigt Dir die erfolgreiche Anlage mit einer Meldung („Schedule wurde erfolgreich erstellt!“).

Einstellungen & Optionen

  • Sortierreihenfolge: Im Bereich der Schedule-Übersicht kannst Du die Priorisierung Deiner Schedules festlegen. So steuerst Du, welcher Schedule im Konfliktfall Vorrang hat. Hierfür wechselst Du in den „Sortierreihenfolge“-Modus, passt per Drag-and-Drop die Liste an und ziehst relevante Regeln nach oben.
  • Schedule Folder hinzufügen: Strukturiere Deine Schedules, indem Du neue Ordner anlegst.

Einschränkungen & Besonderheiten

  • Einzelne KPI-Quellen wie „BSR“ oder „Lagerbestand (SP API)“ stehen nur mit aktiver SP-API-Verbindung zur Verfügung.
  • „Lagerbestand (Ventoryone)“ kann nur bei bestehender VentoryOne-Integration genutzt werden.
  • Die Funktion „Position in Suchergebnissen (Share of Voice)“ setzt angelegte und aktivierte SOV-Listen voraus.
  • Sellerboard-Kennzahlen stehen erst nach erfolgreicher Anbindung dieses Tools bereit.
  • Im Performance-Modus mit Ziel „Marktplätze“ kann genau ein Marktplatz parallel bearbeitet werden.
  • Bei Ziel „Produkte“ sind Boost-Aktionen in der Regel eingeschränkt, Status-Aktionen jedoch immer verfügbar.
  • Falls sich die BSR-Kategorie eines Produkts verändert, wird dies im Schedule angezeigt („BSR-Kategorie hat sich geändert!“). Dies kannst Du über eine entsprechende Aktion abfangen.
  • Bei Priorisierungskonflikten erscheint der Hinweis: „Schedule enthält Elemente mit Prioritätskonflikt!“ In diesem Fall überprüfe und passe unbedingt die Sortierreihenfolge an.

Tipps & Best Practices

  • Überlege Dir vorab, ob Du vor allem komplette Kampagnen oder ausgewählte Produkte steuern willst, und wähle den dazu passenden KPI aus.
  • Beginne möglichst mit wenigen, klar abgegrenzten KPI-Stufen, um die Wirkung gut nachvollziehen zu können.
  • Verwende immer die Vorschau auf die Zielmenge, damit keine falschen Produkte oder Kampagnen betroffen sind.
  • Erstelle zunächst Deine SOV-Schlüsselwortlisten, bevor Du sie im Schedule einsetzt.
  • Kontrolliere nach dem Anlegen noch einmal Liste und Sortierreihenfolge Deiner Schedules, damit Prioritäten stimmen.