Wie erstelle ich ein Stock Level Schedule?
Mit einem Stock Level Schedule kannst du deine Werbemaßnahmen automatisch anpassen, sobald sich der Lagerbestand deiner Produkte verändert.
Inhaltsverzeichnis
- Übersicht
- Zugriff auf die Funktion
- Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Einschränkungen & Besonderheiten
- Tipps & Best Practices
Übersicht
Stock Level Schedules reagieren auf definierte Lagerbestandswerte und führen daraufhin von Dir festgelegte Aktionen automatisch aus. Du hast dabei die Wahl zwischen den Bestandsdaten aus der Amazon Selling Partner API oder Ventoryone. Je nach Bestand kannst Du individuelle Maßnahmen festlegen, wie zum Beispiel das Pausieren von Anzeigen bei niedrigem Bestand oder das Erhöhen der Gebote bei ausreichend Lager.
Zugriff auf die Funktion
Gehe im Hauptmenü auf Schedule und wähle den Button Schedule hinzufügen, um einen neuen Schedule zu erstellen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Neuen Schedule anlegen
Öffne den Bereich Schedule und klicke auf Schedule hinzufügen. Damit öffnet sich der Dialog zur Erstellung eines neuen Schedules.
Schritt 2: Schedule-Typ auswählen
Im Erstell-Dialog findest Du den Bereich Schedule basierend auf. Wähle hier Kennzahlen aus. Diese Option aktiviert die KPI-basierten Regeln, zu denen auch der Stock Level gehört. Danach bestimmst Du den Marktplatz, auf dem der Schedule aktiv sein soll.
Schritt 3: Stock Level als KPI einstellen
Öffne im Bereich Kennzahl auswählen das Dropdown Wähle eine Leistungs-KPI und wähle Lagerbestand aus.
Du kannst dann zwischen zwei Quellen wählen:
- Lagerbestand (SP API): Nutzt die Amazon Selling Partner API. Die Unter-KPI Lieferbare Menge auf Lager steht hier zur Verfügung.
- Lagerbestand (Ventoryone): Nutzt die Daten von Ventoryone. Hier stehen Aktueller Lagerbestand und Geschätzte Lagertage als Unter-KPIs bereit.
Sollte eine Option ausgegraut sein, fehlt die entsprechende Verbindung zu Amazon oder Ventoryone. Bitte verbinde den gewünschten Dienst, um fortzufahren.
Schritt 4: Zielauswahl bestimmen
Lege nun im Bereich Anwenden auf (Ziel) fest, für welche Kampagnen oder Produkte die Regeln gelten sollen. Du kannst entweder Alle Kampagnen, Alle Produkte, Alle ASINs wählen oder gezielt filtern, etwa nach bestimmten Namen, Tags oder Teilbegriffen (wie „enthält“, „ist“ oder „beginnt mit“). Bei einer breiten Auswahl wirkt der Schedule global, mit Filtern lässt er sich auf einzelne Elemente eingrenzen.
Schritt 5: Bestandsspannen und Aktionen festlegen
Im Abschnitt Zeiträume legst Du Grenzen für die einzelnen Bestandsspannen fest. Für jede Spanne definierst Du eine Aktion:
- Mithilfe von + Schritt hinzufügen fügst Du weitere Bestandsspannen ein.
- Über das erste Dropdown wählst Du den Aktionstyp aus:
- Status: Hier kannst Du auswählen, ob Kampagnen oder Produkte Aktivieren, Pausieren oder den Status Keep (unverändert lassen) sollen.
- Gebote erhöhen: Erhöhe Gebote prozentual.
- Budgets erhöhen: Erhöhe Budgets prozentual.
- Budgets & Gebote erhöhen: Erhöhe beides.
- Boost Keywords: Im Kontext von Stock Level meist nicht verfügbar (siehe Einschränkungen).
Die genauen Werte stellst Du pro Spanne ein, zum Beispiel:
Bestand unter 5: Pausieren > 5 bis 20: Nichts ändern > Über 20: Gebote erhöhen um 10%.
Beachte, dass bei der Zielauswahl „Produkte“ Boost-Aktionen teils nur eingeschränkt verfügbar sind. Die Spannen sollten sinnvoll gegliedert und leicht verständlich sein.
Schritt 6: Prüfen und Schedule speichern
Kontrolliere nochmals alle Einstellungen. Navigiere bei Bedarf mit Vorherige und Nächste durch die einzelnen Schritte und vergib einen eindeutigen Namen für Deinen Schedule, zum Beispiel „Stock SP – Fulfillable 50+“. Wenn alles passt, speichere den Schedule. Sollten Felder fehlen oder Einstellungen unvollständig sein, ist das Speichern blockiert. Prüfe in diesem Fall die relevanten Punkte, wie Marktplatz, KPI oder Zielauswahl.
Einschränkungen & Besonderheiten
Zur Nutzung der Funktion ist eine aktive Verbindung zur Amazon Selling Partner API (für SP API) oder Ventoryone erforderlich. Bei fehlender Verbindung steht die jeweilige Lagerbestandsquelle nicht als KPI zur Verfügung.
Beachte außerdem:
- Bei Zieleinstellung „Produkte“ sind Boost-Aktionen teilweise nicht verfügbar.
- Die Anpassungen werden im Hintergrund regelmäßig synchronisiert, Wartezeiten sind daher normal.
- Ohne vollständige Einstellungen wie KPI oder Zielauswahl kann der Schedule nicht gespeichert werden.
Tipps & Best Practices
- Benutze eine klare Benennung für Deinen Schedule, beispielsweise mit dem jeweiligen KPI, den Bestandsschwellen und dem Ziel.
- Beginne am besten mit wenigen, klar voneinander abgegrenzten Bestandsspannen und passe Dein Regelwerk bei Bedarf weiter an.
- Nutze die Pausieren-Option proaktiv, um Out-of-Stock Situationen zu vermeiden. Boosts und Reaktivierungen sollten nur bei wirklich ausreichendem Bestand erfolgen.
- Überprüfe Deinen Schedule vor dem Speichern genau, um Fehlkonfigurationen vorzubeugen.